Verstehen. Vernetzen. Verändern – Interkulturelle Kompetenz im Fokus
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Was macht Vorarlberg aus?
Neben der starken Industrie und Innovationskraft ist es vor allem die kulturelle Vielfalt, die unser Land prägt. Rund 40 % der 15- bis 24-Jährigen haben hier mindestens ein Elternteil, das nicht Deutsch als Muttersprache spricht. Diese Vielfalt schafft ein dynamisches, internationales Umfeld, in dem das Verständnis und der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Kulturen immer wichtiger werden. Genau aus diesem Grund war das Thema Interkulturelle Kompetenz der Schwerpunkt der zweiten Ausgabe unseres Diversity-Themenabends am 12. März 2025, den wir in Kooperation mit okay.zusammen leben veranstalteten.
Interkulturelle Kompetenz im Alltag
Vorarlberg ist international vernetzt, viele Unternehmen sind global tätig, und diese Vernetzung spiegelt sich auch in unserer Gesellschaft wider. Doch wie gelingt es, in einem kulturell vielfältigen Umfeld effektiv und harmonisch zusammenzuleben? Ein entscheidender Punkt interkultureller Kompetenz ist es, die Perspektive wechseln zu können und sich in unterschiedliche Sichtweisen hineinzuversetzen. Nur so können wir Missverständnisse vermeiden und eine respektvolle Zusammenarbeit aufbauen.
Ein alltägliches Beispiel macht deutlich, wie subtil Ausgrenzung entstehen kann: Für viele Vorarlberger:innen ist der Dialekt ein selbstverständlicher Teil ihrer Identität. Für Menschen, die diesen Dialekt nicht sprechen, kann das jedoch schnell zur Barriere werden – sie fühlen sich oft außen vor. Gerade dieses Beispiel zeigt die Mehrdimensionalität interkultureller Begegnungen: Auch die autochthone Bevölkerung kann durch das bewusste Sprechen von Hochdeutsch einen wichtigen Beitrag zur Verständigung leisten. Oft geschieht dies unbewusst – umso wichtiger ist es, sich dieser Dynamiken bewusst zu werden und aktiv Brücken zu bauen.
Ein spannender Aspekt des Vortrags war zudem die Erkenntnis, dass Kultur nicht eindimensional ist, sondern verschiedene Bezugsgruppen hat. Menschen verhalten sich je nach Umfeld unterschiedlich. Ob in der Familie, unter Arbeitskolleg*innen, im Verein oder innerhalb eines Bundeslandes – jede dieser Gruppen hat ihre eigenen kulturellen Eigenheiten, auf die wir unser Verhalten oft ganz selbstverständlich anpassen. Sich dieser Vielfalt an kulturellen Zugehörigkeiten bewusst zu sein, erleichtert das gegenseitige Verständnis und fördert eine wertschätzende Kommunikation im Alltag und verhindert in die "Identitätsfalle" zu gelangen.
Prof. Stefan Kammhuber (OST – Ostschweizer Fachhochschule) brachte in seinem Impulsvortrag wertvolle Hinweise zu diesem Thema. Danach folgte eine interessante Paneldiskussion mit Dr. Eva Grabherr (okay.zusammen leben) und Simmi Walia (Omicron electronics GmbH), bei der praxisnahe Erfahrungen und Lösungsansätze im Vordergrund standen.
Die Gespräche und der Austausch nach dem offiziellen Teil haben deutlich gezeigt, wie wichtig und aktuell dieses Thema nicht nur für Unternehmen, sondern für die gesamte Gesellschaft in Vorarlberg ist.
Ein großes Dankeschön an unsere Speaker*innen für ihre wertvollen Beiträge und an okay.zusammen leben für die tolle Zusammenarbeit als Kooperationspartner, die "BeGeisterei" für das Catering und Nina Bröll für die fotografische Begleitung.
Danke für einen inspirierenden Abend!
Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe und darauf, den Dialog zu diesem wichtigen Thema weiterzuführen.
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